Auch 2026 fuhr eine Delegation aus dem Altdekanat Sulzbach-Rosenberg zur Synode des ostmährischen Seniorats der Böhmischen Brüder, die am 8. November tagte Lektor Achim Groth und Dekanatsfrauenbeauftragte Corinna Groth überbrachten herzliche Grüße der Dekanin und des Partnerschaftsbeauftragten. Sie vertieften in vielen Gesprächen die seit Jahrzehnten bestehenden Kontakte.
Bei den Beratungen der Synode wurde deutlich, dass die tschechischen Partner mit denselben Herausforderungen konfrontiert sind wie die Oberpfälzer. Auch dort ist es schwierig, freiwerdende Stellen zu besetzen, und Gemeinden sowie Dekanate müssen fusionieren. Hitzig wurde auf der Synode allerdings auch diskutiert, ob das Wahlalter für den Kirchenvorstand gesenkt werden solle. Bisher haben Gemeindeglieder nämlich mit 21 das aktive und sogar erst mit 25 Jahre das passive Wahlrecht. Der Hinweis der deutschen Besucher, dass in Bayern Gemeindeglieder mit der Konfirmation, also mit 14, wahlberechtigt werden, brachte einige Synodale zum Nachdenken. Die große Mehrheit stimmte dann für eine Senkung auf 18 bzw. 21 Jahre, wie es in Tschechien auch für politische Wahlen gilt.
Lektor Achim Groth dankte den ostmährischen Partnern für die herzliche Aufnahme und überreichte Dekan Petr Vogl eine Spende.
Am Sonntag wirkte Groth bei zwei Gottesdiensten mit. Er predigte in Visovice und Jasenná in der Gemeinde von Pfarrerin Lenka Freitingerová, einer der tschechischen Beauftragten für die Partnerschaft. So wurde auch den Gemeindegliedern deutlich, wie wichtig den Sulzbach-Rosenbergern die Partnerschaft ist.